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Yana Nesper

Qualitätsmerkmale

Woran erkennt man eine Perle höchster Qualität?

Aufgrund des Zusammenspiels von fünf Qualitätskriterien sowie der Perlengrösse als wichtigem Maßstab für den Preis  bedarf es langjähriger Erfahrung und Expertise, um Perlen richtig zu beurteilen. Das kostbare Meeresjuwel lässt sich nicht so einfach in ein Schema zwingen. Zu subtil sind die feinen Unterschiede und zu emotional die...

Woran erkennt man eine Perle höchster Qualität?

Aufgrund des Zusammenspiels von fünf Qualitätskriterien sowie der Perlengrösse als wichtigem Maßstab für den Preis  bedarf es langjähriger Erfahrung und Expertise, um Perlen richtig zu beurteilen. Das kostbare Meeresjuwel lässt sich nicht so einfach in ein Schema zwingen. Zu subtil sind die feinen Unterschiede und zu emotional die Gewichtung ihrer Eigenschaften.

Die Beschichtung

Nesper erachtet die Beschichtung als das wichtigste Qualitätskriterium, auf das beim Einkauf und der Auswahl der Perlen grössten Wert gelegt wird. Gut beschichtet ist eine Perle dann, wenn sie genug Zeit in einer gesunden Auster hatte, um eine dicke Perlmuttschicht um den Kern aufzubauen.Nur eine gute Beschichtung macht eine Perle widerstandsfähig und gewährleistet, dass sie langfristig ihre Schönheit bewahren kann. Außerdem ist eine gute Beschichtung Voraussetzung für ein gutes Lüster.

Der Lüster

Der Lüster ist das Leben, die Emotion, das Charisma einer Perle. Damit bezeichnet man den seidenen, tiefen, geheimnisvollen Glanz. Je vielfältiger und reiner die von der Auster erzeugte Perlmuttstärke auf dem Innenkern, desto intensiver die Lichtbrechung zwischen den Perlmuttschichten und desto schöner der Lüster.    

Die Oberfläche

Je reiner die Oberfläche einer Perle, umso höher ihr Wert. Absolut perfekte Oberflächen sind aber ein seltenes Ideal. Kleine Einschlüsse und feine Oberflächenstrukturen bezeugen die natürliche Entstehung der Perlen und dürfen nicht als "Fehler", sondern als Wachstumsmerkmale - wie der Fingerabdruck eines Menschen - bezeichnet werden.       

Die Farbe

Die Farbe ist ein sehr subjektives Kriterium mit unzähligen Farbnuancen. Bei weissen Südsee-Perlen und  Akoya-Perlen zählen "weiss-silber" und "weiss-rosé" zu den besten Farben. Je heller der Grundton, desto besser. Bei Tahiti-Perlen zählt "peacock" (schwarzgrün wie eine Pfauenfeder) zu den wertvollsten Farben. Bei goldenen Südsee-Perlen ist das intensive Gold, weg von Gelb- oder Grüntönen, am begehrtesten.

Die Form

Die Idealform der Perlen ist natürlich rund. Sie ist am seltensten und damit am wertvollsten. Ovale, tropfen- oder buttonförmige Perlen sind ebenso schön, aber nicht ganz so selten wie das perfekte Rund. In letzter Zeit sind völlig asymetrische, groteske Barockformen sehr beliebt.

Die Größe

Die Grösse der Zuchtperlen ist zwar kein Qualitätskriterium, beeinflusst den Preis aber erheblich. Je grösser der Durchmesser, umso seltener und kostbarer die Perle.

Perlenzucht

Im Unterschied zu Orientperlen (Naturperlen), bei denen ein zufällig in die Muschel gelangter Fremdkörper das Perlwachstum auslöst, wird bei Zuchtperlen dem Zufall etwas auf die Sprünge geholfen. Bei Süßwasserzuchtperlen wird durch das Einsetzen eines Stückchen Mantelgewebes von einer anderen Muschel das Perlwachstum ausgelöst. Als Mantelgewebe bezeichnet man bei einer Muschel die Haut, die den...
Im Unterschied zu Orientperlen (Naturperlen), bei denen ein zufällig in die Muschel gelangter Fremdkörper das Perlwachstum auslöst, wird bei Zuchtperlen dem Zufall etwas auf die Sprünge geholfen. Bei Süßwasserzuchtperlen wird durch das Einsetzen eines Stückchen Mantelgewebes von einer anderen Muschel das Perlwachstum ausgelöst. Als Mantelgewebe bezeichnet man bei einer Muschel die Haut, die den Muschelkörper umgibt und nach außen hin die Schale bildet. Bei Salzwasserzuchtperlen (Akoya-, Tahiti-, Südseeperlen) wird zusätzlich zum Mantelgewebe ein aus einer Muschelschale gedrehter Perlmuttkern in die Auster eingesetzt. Mit der Zeit umschließt das Mantelgewebe den Perlmuttkern, bildet den so genannten Perlsack und umhüllt den Kern mit seinem schillernden Perlmutt. Hochwertige Zuchtperlen unterscheiden sich in Ihrem Entstehungsprozess demnach nicht von Naturperlen. 

Perlenarten

Akoya Perlen

Akoya-Perlen als Perlenklassiker schlechthin sind Salzwasserzuchtperlen. Sie werden in einer Austernart mit dem Namen Pinctada martensii gezüchtet – von den Japanern auch Akoya-Auster genannt. Weil Akoya-Austern kleiner sind als Südsee- oder Tahiti-Austern, sind auch ihre Perlen von Natur aus etwas kleiner als die Perlen anderer...

Akoya Perlen

Akoya-Perlen als Perlenklassiker schlechthin sind Salzwasserzuchtperlen. Sie werden in einer Austernart mit dem Namen Pinctada martensii gezüchtet – von den Japanern auch Akoya-Auster genannt. Weil Akoya-Austern kleiner sind als Südsee- oder Tahiti-Austern, sind auch ihre Perlen von Natur aus etwas kleiner als die Perlen anderer Salzwasser-Muscheln. Charakteristisch für diese Perlenart sind der einzigartig schöne, intensive Lüster und die weiße Farbe mit einem irisierenden Hauch von rosé. Die Größe der Akoya-Perlen variiert zwischen 3 und 10 mm.

Tahiti Perlen

Die Tahitiperle ist ebenfalls eine Salzwasserzuchtperle. Sie wird in der schwarzlippigen Perlenauster, einer Unterart der Pinctada margaritifera, gezüchtet und weist eine reiche Farbpalette von silbergrau, anthrazit, dunkelgrau bis zum seltenen „Peacock“ (schwarzgrün wie eine Pfauenfeder) auf. Häufig werden Tahiti-Perlen wegen ihrer dunklen Farbpalette umgangssprachlich auch schwarze Südsee Perlen genannt. Hauptzuchtgebiet der Tahiti-Perlen ist – wie es der Name bereits verrät – französisch Polynesien, rund um Tahiti. Die Größe dieser Perlenart variiert zwischen 8 und 18 mm.

Süßwasser Perlen

Anders als Akoya-, Südsee oder Tahitiperlen, die zu den Salzwasserperlen gehören, werden Süsswasserperlen hauptsächlichin Seen oder kleinen Flüssen gezüchtet. Die Auster, in der Süßwasserperlen gezüchtet werden, heißt „hyriopsis schlegeli“.Im Gegensatz zu Salzwasserperlen enthalten Süßwasserperlen in der Regel keinen eingepflanzten Perlmuttkern und sind demzufolge fast nie ganz rund. Sie erreichen eine Größe von 2 bis 15 mm oder mehr. Auch wegen ihrer reichhaltigen Formen- und Farbenvielfalt sind Süßwasser-Perlen sehr beliebt. Die natürlichen Farben reichen von weiß und rosé, über silber, bronze und lavendel bis hin zu apricot und violett.  

Südsee Perlen

Australien, Myanmar, Indonesien und die Philippinen ... in traumhaften Gegenden mit gesunder, unberührter Natur wächst die Südsee-Perle in der größten aller Perlenaustern heran, der „pinctada maxima“. Die einzelne Exemplare der Pinctada Maxima können bis zu 50cm Durchmesser erreichen. Man unterscheidet die „silver-lipped oyster“, die weiß –silbrigen Südseeperlen produziert und die „gold-lipped oyster“, die cremefarbigen bis intensiv goldfarbene Perlen hervorbringt. Mit einer beachtlichen Größe von 8 bis 20 mm und ihrem fantastischen Luster tragen die Südsee Zuchtperlen zurecht den Titel „Königin der Perlen“. Sie sind die wertvollsten und die seltensten Zuchtperlen.

Perlenpflege

Perlen reagieren empfindlich auf Cremes, Haarsprays, Parfums, Seifen etc. Bitte legen Sie Ihre Perlen erst an, nachdem Sie z.B. Haarspray aufgetragen haben und vermeiden Sie Cremes im Dekolletebereich, wo Ihre Perlenkette getragen wird.Nach dem Tragen die Perlen mit einem feinen Tuch von Haut- und Kosmetikrückständen befreien.Perlen mögen es nicht, wenn man...
Perlen reagieren empfindlich auf Cremes, Haarsprays, Parfums, Seifen etc. Bitte legen Sie Ihre Perlen erst an, nachdem Sie z.B. Haarspray aufgetragen haben und vermeiden Sie Cremes im Dekolletebereich, wo Ihre Perlenkette getragen wird.Nach dem Tragen die Perlen mit einem feinen Tuch von Haut- und Kosmetikrückständen befreien.Perlen mögen es nicht, wenn man sie in der prallen Sonne austrocknen lässt. Empfindlich reagieren Sie auch auf Schweiß. Deshalb lassen sie bitte Ihre Perlen lieber im Etui, wenn Sie Sport treiben, sonnenbaden oder saunieren. Um den Faden zu schonen, legen Sie Ihre Perlen beim Baden, Duschen oder Schwimmen bitte ab.Um Kratzer auf der Oberfläche zu vermeiden, sollten Perlen getrennt von anderen Juwelen aufbewahrt werden, am besten im Originaletui oder einem weichen Stoffbeutel. Häufig getragene Perlenketten sollten einmal im Jahr beim Juwelier neu aufgefädelt werden, bevor der Faden grau und spröde wird. Die Knoten zwischen den Perlen verhindern das Reiben der Perlen aneinander.